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Facebook – Richtlinien und Standards

In diesem Artikel möchte ich euch die (aus meiner Sicht) wichtigsten Richtlinien von Facebook näher bringen. Obligatorische Richtlinien wie generelle Datenschutzbedingungen lasse ich aussen vor, wer sehr viel Zeit zur Verfügung hat und sich ausgiebig mit allen Regeln befassen möchte sei auf die Linkliste verwiesen.
Es empfiehlt sich diese Links regelmässig zu prüfen, da Facebook hin und wieder etwas ändert. In jedem Dokument findet man aber ein Änderungsdatum, somit lässt sich schnell feststellen ob sich etwas geändert hat. Ich würde mir allerdings eine genaue History der Änderungen wünschen…

Vorweg: Ich bin kein Rechtsanwalt, die Angaben sind natürlich ohne Gewähr :)

Facebook-Grundsätze

https://www.facebook.com/principles.php

Hier findet man keine Richtlinien für den User, sondern eher Grundsätze welche Facebook sich selbst auferlegt hat. Besonders aktive Datenschützer und Facebook-Gegner sollten sich die Prinzipien durchlesen, vielleicht vermag der Text ihr Herz zu erweichen :)
Es kursieren immer wieder Fake-Meldungen durch Facebook in denen behauptet wird dass Facebook ab einem gewissen Datum kostenpflichtig wird, dazu steht in den Grundsätzen folgendes:
“Personen sollten Facebook kostenlos nutzen können”
q.e.d.

Richtlinien für die Facebook-Plattform

https://developers.facebook.com/policy/Deutsch/
https://developers.facebook.com/docs/guides/policy/examples_and_explanations/Deutsch/
(15. Dezember 2011)

Dieser Link führt zum Hauptteil der Richtlinien. Hier findet man die wichtigsten Regeln und Verweise auf alle anderen Richtlinien-Links mit genauerer Definition, sowie Beispiele und Erläuterungen.
Auf die Grundsätze will ich nicht näher eingehen, diese sind ohnehin selbsterklärend und sollten selbstverständlich sein.

Die wesentlichen Punkte:

>> “I.6) Deine Webseite muss eine ausdrückliche „Abmelde“-Möglichkeit enthalten, über die sich der Nutzer bei Facebook abmelden kann.”
Eigentlich selbstverständlich, aber auf vielen Seiten nicht umgesetzt. Bietet man dem User ein Login per Facebook, so muss auch ein Facebook-Logout zur Verfügung gestellt werden.

>> “I.7a) Anwendungen auf Facebook-Seiten dürfen keine Medien anbieten, die automatisch und ohne die Handlung eines Nutzers abgespielt werden.”
Sound- oder Videostreams dürfen nicht ohne Interaktion des Users abgespielt werden. Ein Youtube Video mit dem Autoplay-Parameter ist also zum Beispiel nicht erlaubt, Flash darf jedoch problemlos verwendet werden, solange man im Flash-Container keine Videos oder Sounds automatisch abspielt. Animierte GIFs sind natürlich kein Problem, vor allem “Under Construction” GIFs mit animierten Blinklichtern haben sich im Internet bestens bewährt :)

>> “I.7b) Wenn Nutzer deine Seite besuchen und keine ausdrückliche Erlaubnis durch eine Autorisierung für deine Facebook-Anwendung bzw. durch die direkte Bereitstellung von Informationen auf deiner Seite erteilt haben, darfst du im Zusammenhang mit der Seite lediglich diejenigen Informationen verwenden, die du von uns oder über die Interaktion des Nutzers mit deiner Seite erhalten hast.”
Diese Richtlinie ist eigentlich obsolet, ohne Autorisierung können per Facebook API ohnehin keine personenbezogene Daten ausgelesen werden (zum Beispiel nur ob der User Page-Admin ist, welche Sprache er eingestellt hat oder ob er die Seite geliked hat). Wichtig ist hierbei dass man zur Anpassung des Nutzererlebnisses keine Daten von externen Quellen verwenden darf.

>> “I.8) Du darfst die Facebook-Symbole weder im Original noch in abgeleiteter Form verwenden und keine Bezeichnungen von Funktionen und Funktionsweisen von Facebook nutzen, sofern Nutzer damit zu der irrtümlichen Annahme verleitet werden könnten, es seien die Facebook-Funktionen oder -Funktionsweisen desselben Namens gemeint.”
Bestimmte Ausdrücke sollten in Facebook Apps nicht verwendet werden. App-Namen die “wall” enthalten (Facewall, Testwall, …) verweigert Facebook generell schon bei der Erstellung einer App mit der Fehlermeldung “Facebook trademarks are prohibited”. In den Rechten und Pflichten der User definiert Facebook dafür vor allem folgende Ausdrücke: Facebook, die Facebook- und F-Logos, FB, Face, Poke, Wall und 32665. Die Nummer am Ende vermutlich weil man über diese Nummer Statusmeldungen per SMS an Facebook schicken kann.
Grafiken von Facebook dürfen nur unverändert verwendet werden, und natürlich nur für Facebook-Funktionen.
Nähere Infos gibts auf diesen Seiten: https://www.facebook.com/brandpermissions/
Besonders wichtig (und oft ignoriert) ist hier der Absatz zum “f”-Logo in den FAQ:
“Du kannst die Größe deinen Bedürfnissen anpassen, darfst das „f“-Logo aber sonst nicht verändern ohne vorher eine schriftliche Vereinbarung mit Facebook getroffen zu haben sowie dir vorher eine schriftliche Genehmigung von Facebook eingeholt zu haben”

>> “I.9) Spiele auf Canvas-Seiten müssen Facebook-Gutschriften als alleinige und ausschließliche Zahlungsmethode für sämtliche virtuelle Waren sowie alle dem Nutzer im Rahmen des Spiels zur Verfügung gestellten Währungen verwenden”
Ein eigenes Bezahlsystem darf also bei Facebook-Apps nicht verwendet werden, jeglicher realer Geldtransfer muss über die Facebook-Gutschriften (Credits) laufen. Fraglich ist ob Facebook dies aus Sicherheitsgründen verlangt und/oder dadurch auch selbst ein wenig mitschneiden will…In jedem Fall betrifft diese Richtlinie aber nur Spiele, einen Webshop sollte man also problemlos mit eigenem Bezahlsystem auf einer Canvas-Seite erstellen dürfen. Es ist allerdings gut möglich dass Facebook die Richtlinie später erweitert. Nähere Infos über Facebook-Gutschriften: https://www.facebook.com/credits/

>> “I.12) Der Hauptzweck deiner Canvas- oder Seitenreiter-Anwendung auf Facebook darf es nicht sein, die Nutzer einfach von Facebook weg und auf eine externe Webseite zu leiten.”
“Gate-Apps” sind demnach also nicht erlaubt, also zum Beispiel Seitenreiter die nichts anderes bieten als einen Link zu einer externen Site.

>> “II.1) Du wirst nur diejenigen Daten anfordern, die du zum Betreiben deiner Anwendung benötigst.”
Eigentlich ein Grundsatz der für jede Datenerfassung im Internet gilt, verlange nie mehr Daten vom User als du wirklich brauchst. In diesem Fall betrifft es allerdings nicht nur Formularfelder sondern auch App-Permissions. Diese sollte man nicht bei der Autorisierung abfragen wenn man sie nur “vielleicht” später einsetzt ;) – immerhin kann man Permissions auch nachfordern.

>> “II.3) Du wirst Datenschutzrichtlinien aufsetzen, die Nutzern mitteilen, welche Nutzerdaten du verwenden wirst und auf welche Weise diese verwendet, angezeigt, weitergegeben oder übertragen werden. Zudem wirst du die URL für deine Datenschutzrichtlinien in der Entwickleranwendung angeben.”
Ein Punkt der oft vernachlässigt wird, Datenschutzrichtlinien muss JEDE App auf Facebook besitzen.
Auch wenn diese ohne Autorisierung eigentlich nicht viel Sinn machen weil ich in dem Fall ohnehin keine Daten vom User erhalte. Die Datenschutzrichtlinien fügen sich automatisch als Link im Autorisierungs-Dialog ein:


>> “II.5) Vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen, einschließlich in Bezug auf die Übertragung, geben Nutzer dir ihre allgemeinen Kontoinformationen, wenn sie sich mit deiner Anwendung verbinden. Für alle anderen Daten, die du über die Nutzung der Facebook-API erhältst, musst du die ausdrückliche Zustimmung von dem Nutzer einholen, der uns die Daten bereitgestellt hat, bevor du sie zu irgendeinem anderen Zweck nutzt, außer sie dem Nutzer in deiner Anwendung wieder anzuzeigen.”
Der Absatz ist nicht ganz korrekt, Facebook gibt unter VII-3 folgende Daten als allgemeine Kontoinformationen an: Name, E-Mail, Geschlecht, Geburtstag, derzeitiger Wohnort und Profilbild-URL. Für die E-Mail benötigt man allerdings eine separate Permission, und speichern darf ich die Daten des Users in jedem Fall nur solange ich sie benötige, wenn ich sie unbedingt benötige und wenn der User die ausdrückliche Zustimmung gegeben hat (die Autorisierung einer App alleine ist KEINE Zustimmung zur Speicherung der Daten). Ausser bei Gewinnspielen für die Gewinner-Benachrichtigung wird man selten mehr als nur die Facebook-ID des Users speichern, über diese können alle anderen Daten ohnehin bei Bedarf ausgelesen werden, bleiben somit aktuell und sobald der User die Autorisierung zurück nimmt ist kein Auslesen mehr möglich. Im besten Fall löscht man auch die Facebook-ID über ein Deautorisierungs-Callback aus der Datenbank. Eben so wie es sein sollte, aber mit etwas mehr Programmieraufwand verbunden.

>> “III.A) Verantwortung für Inhalte – Du bist für alle Inhalte deiner Anwendung verantwortlich; also auch für Werbeanzeigen, nutzergenerierte Inhalte und jegliche gehosteten, gestreamten oder auf sonstige Art durch Dritte für die Nutzer bereitgestellten Inhalte. Du musst eindeutig klarstellen, dass dieser Inhalt nicht von Facebook stammt.”
Eine derartige Distanzierung habe ich noch bei kaum einer Facebook App vorgefunden, Facebook will sich klarer Weise absichern. Fraglich ist ob man man einerseits klarstellen kann dass die Inhalte nicht von Facebook stammen, gleichzeitig aber die Verantwortung über usergenerierten Content an den User abwälzen darf. Auf der sicheren Seite sollte man sein wenn man zum Beispiel anstelle einer eigenen Kommentarfunktion das Comments Plugin von Facebook verwendet.

>> “III.B) Verbotene Inhalte – – Du verpflichtest dich, keine Inhalte zu verbreiten oder bereitzustellen, die einer der folgenden Kategorien zuzuordnen sind bzw. Entsprechendes weitergeben, enthalten oder verwenden…”
Verboten sind “Inhalte alkoholischer Natur, es sei denn, sie halten die entsprechenden demografischen Beschränkungen ein”. Bei Facebook Seiten lässt sich in den Altersbeschränkungen “Bezug zu Alkohol” definieren, bei Canvas-Apps ohne dazugehörige Seite müsste man wohl die Beschränkungen selbst integrieren.
Ohne Ausnahme verboten sind folgende Inhalte: Verkauf von Tabakprodukten, Schusswaffen und/oder Munition, Online-Glücksspiele, Geschicklichkeitsspiel oder Lotterien (einschließlich Online-Casinos, Sportwetten, Bingo- oder Pokerspiele), Pornografie, Gewalt- und Nacktdarstellungen.
Gewinnspiele und Verlosungen sind natürlich erlaubt, dazu später mehr.

>> “III.E.1) Du darfst keine Werbung oder Promotions einbinden, auf keine anderen Anwendungen querverweisen oder keine Internetsuchfunktion für Inhalte anbieten, die durch soziale Kanäle von Facebook vertrieben werden.”
Werbebanner eines Ad-Servers oder Google Ads sind in einer App nicht erlaubt, ebenso wenig Verweise auf andere Apps. Von bestimmten Anbietern ist Werbung allerdings durchaus erlaubt, eine Liste findet sich hier: https://developers.facebook.com/adproviders/

>> “IV.2) Du darfst keine Felder im Voraus ausfüllen, die mit den nachfolgenden Produkten in Verbindung stehen, es sei denn der Nutzer hat den Inhalt im bisherigen Verlauf der Sitzung selbst generiert: Nachrichtenstrommeldungen (Nutzer-Nachrichten-Parameter für Facebook.streamPublish und FB.Connect.streamPublish und Nachrichten-Parameter für stream.publish), Fotos (Bildunterschrift), Videos (Beschreibung), Notizen (Titel und Inhalt), Links (Kommentar) und Jabber/XMPP.”
Dieser Absatz erklärt sich selbst, wird aber sehr oft ignoriert. Die Grundregel ist hierbei dass man nicht im Namen des Users postet. Beim Share-Dialog des Javascript SDKs wird der “message”-Parameter mittlerweile ohnehin ignoriert, in allen anderen Fällen muss der User ebenfalls frei entscheiden können welche Nachricht, Bildunterschrift, Beschreibung usw. zum geteilten Inhalt er angibt. Wenn man also bei diversen Gewinnspiel-Meldungen im Nachrichtenstrom immer die selbe User-Message liest dann verstößt die App relativ sicher gegen die Richtlinien :)

>> “IV.3) Wenn dir ein Nutzer eine Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilt, musst du dennoch die Zustimmung des Nutzers einholen, bevor du irgendeine Handlung im Namen des Nutzers durchführst, wie beispielsweise das Veröffentlichen eines Inhalts oder das Erstellen einer Veranstaltung.”
Die Permission “publish_stream” bedeutet also nicht dass man jederzeit Inhalte im Namen des Users teilen darf, in jedem Fall muss dem User immer genau präsentiert werden was veröffentlicht werden soll und er muss der Aktion zustimmen.

>> “IV.4d) Du darfst keine Elemente unserer sozialen Plug-ins, wie beispielsweise die „Gefällt mir“-Schaltfläche oder das Plug-in mit dem „Gefällt mir“-Feld, verbergen oder verdecken.”
Es stellt sich die Frage ob man das überhaupt braucht oder will, in einer früheren Version des Comments-Plugins gab es einen Like-Button direkt darüber den man per CSS ausblenden konnte, mittlerweile wurde der Button aber entfernt und die Social Plugins erlauben ohnehin kein Custom-CSS mehr…Natürlich darf man auch den kleinen Link mit der Bezeichnung “Facebook social plugin” unter der Einbettung nicht mit grafischen Elementen überdecken.

>> “IV.5) Die Facebook-Nachrichtenfunktion (d. h. eine an die @facebook.com-Adresse versendete E-Mail) ist für die Kommunikation zwischen Nutzern ausgelegt und stellt keinen Kanal für Anwendungen zur direkten Kommunikation mit den Nutzern dar.”
Hier geht es in erster Linie um regelmässige Kommunikation, wenn also eine App die Permission “email” verlangt und dem User einen wöchentlichen Newsletter über die App sendet dann ist das sicher unzulässig, wobei es auch nicht wirklich verboten zu sein scheint. Denkbar wäre zum Beispiel folgendes Szenario:
-) Der User autorisiert ein Facebook-Spiel welches auf Aktionspunkten (AP) basiert. Jede Stunde erhält der User eine bestimmte Anzahl von AP, bis ein Maximum erreicht ist.
-) Nutzt der User das Spiel auch längere Zeit nicht während seine AP das Maximum erreicht haben, so bekommt er per E-Mail eine Erinnerung.
In jedem Fall sollte man jedoch derartige Funktionen zumindest als “opt-out” implementieren, sodass der User das volle Angebot der App auch durch die Deaktivierung nutzen kann.

>> “V) Die Kommunikation mit Entwicklern findet per E-Mail statt, welche über die Domänen facebook.com bzw. facebookmail.com an die in der Anwendung eingetragene E-Mail-Adresse des Entwicklers gesendet wird.”
Als Entwickler muss man sich also keine Sorgen machen dass ein User die bei der App eingetragene Adresse direkt nutzen kann, diese bekommt er nie zu Gesicht wenn er den Entwickler kontaktiert. Auf der Canvas-Seite existiert dafür ganz unten ein Link mit der Bezeichnung “Diese Anmeldung melden/kontaktieren”.

Wir sind etwa bei der Hälfte angelangt, es empfiehlt sich eine Pause einzulegen.

Rechte und Pflichten

https://www.facebook.com/legal/terms
(04. Oktober 2010)

Die “Rechte und Pflichten” gelten für jeden Facebook-User, vermutlich hat sie aber kaum einer vollständig gelesen, geschweige denn einen kurzen Blick darauf geworfen. Dass Fake-Profile und kommerziell genutzte Profile nicht erlaubt sind dürfte mittlerweile bekannt sein, ebenso schreibt Facebook die Verwendung des tatsächlichen Namens vor.
Sehr wichtig und etwas fragwürdig ist der folgende Absatz:

>> “5.9) Du wirst Nutzer ohne ihre Einverständniserklärung nicht markieren oder Personen, die keine Nutzer sind, ohne ihre Zustimmung E-Mail-Einladungen schicken.”
Für mich bedeutet das: Ich müsste bei jeder Markierung (egal ob in einem Posting oder auf einem Foto) oder Einladung per E-Mail zuerst die Einverständniserklärung des Gegenübers einholen. Man könnte natürlich argumentieren dass ein User seine Einverständniserklärung automatisch abgibt wenn er das Markieren in den Einstellungen erlaubt, aber ohne diese Einstellung ist es ohnehin nicht möglich jemanden zu markieren. Also kann der Punkt unmöglich damit zusammen hängen.
Es wird nicht direkt verboten jemanden zu markieren wenn er sich nicht auf dem Foto befindet, in der Developer-Doku steht allerdings folgendes:
“This feature is intended to help users tag their friends in real photos. You should not use this feature to encourage users to tag their friends if their friends are not actually in that photo, or to tag friends in composite photos. If your app is found to be encouraging this behavior, your usage of this feature may be disabled.”
Im Zweifelsfall sollte man also nur Personen auf Fotos markieren welche sich auch wirklich auf dem Foto befinden.

Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten

https://www.facebook.com/page_guidelines.php
(29. November 2011)

Als Betreiber einer Seite muss man diese Richtlinien (zusätzlich zu den oben genannten) berücksichtigen.

Die wesentlichen Punkte:

>> “2) Bei Inhalten, die auf Seiten gepostet werden, handelt es sich um öffentliche Informationen, die für jedermann verfügbar sind.”
Sollte mittlerweile bekannt sein, ist es aber bei vielen Usern nicht. Um eine Facebook Seite anzeigen zu können braucht man KEINEN Facebook Account.

>> “4) Du darfst keine Funktionen erstellen oder in deine Seite einbinden, die aufzeichnen, welche Nutzer deine Seite besuchen.”
Möglich wäre das nur über eine App, Facebook bietet mit den Insights allerdings ohnehin sehr umfangreiche Statistiken.

>> “10) Seitennamen müssen folgende Bestimmungen einhalten:
a) Sie dürfen nicht nur aus allgemeinen oder beschreibenden Begriffen bestehen (z. B. „Bier“ oder „Pizza“).
b) Sie müssen richtige, grammatikalisch korrekte Großschreibung verwenden und keine übermäßige Großschreibung oder ausschließlich Großbuchstaben enthalten.
c) Sie dürfen keine Zeichen oder Symbole enthalten, einschließlich von überflüssigen Satzzeichen und der Angabe von Handelsmarken.
d) Sie dürfen keine Slogans, überflüssige Beschreibungen oder unnötige Vermerke enthalten. Namen von Kampagnen und/oder regionale sowie demografische Vermerke sind zulässig.”
Oberflächlich formuliert sollte man sich also alle “Spaß-Seiten” sparen, das Schlimmste was einem passieren kann ist aber vermutlich dass die Seite gelöscht wird. Ein Fall bei welchem der User-Account des (Ex-)Seitenbetreibers deaktiviert wurde ist mir bisher nicht bekannt.

Update: Seit dem 29.02.2012 kann ein Seitenbetreiber auf die neue Timeline für Pages umstellen, bis 30.03. 2012 muss die Umstellung erfolgen. Die Richtlinien für Seiten wurden noch nicht überarbeitet, allerdings finden sich in den FAQ einige Infos zum Titel- oder Coverbild die es zu beachten gibt:

>> Titelbilder müssen mindestens 399 Pixel breit sein und dürfen folgendes nicht enthalten:

  • Preise oder Kaufinformationen, z. B. „40% Nachlass“ oder „Auf unserer Webseite herunterladen“.
  • Kontaktinformationen wie Internetadresse, E-Mail, Postadresse oder andere Informationen für den Info-Bereich deiner Seite.
  • Referenzen zu den Elementen der Nutzer-Schnittstellen, z. B. „Gefällt mir“ oder „Teilen“ sowie beliebige andere Facebook-Funktionen
  • Handlungsaufrufe wie „Jetzt kaufen“ oder „Erzähle deinen Freunden davon“

Richtlinien für Promotions

https://www.facebook.com/promotions_guidelines.php
(11. Mai 2011)

Die Richtlinien für Promotions/Gewinnspiele sind eigentlich nicht so umfangreich, dennoch verstoßen erstaunlich viele Apps gegen die Regeln. Hier ist eigentlich fast jeder Punkt sehr wichtig:

>> “1) Promotions auf Facebook sind im Rahmen der Anwendungen auf facebook.com zu organisieren, entweder auf einer Canvasseite oder über eine Anwendung auf dem Reiter einer Facebook-Seite.”
Es gibt fast täglich ein neues Gewinnspiel welches direkt über die Pinnwand einer Seite und ohne eine App abgehandelt wird. Das ist aus gutem Grund verboten, sonst könnte man Facebook in einem Streitfall zur Verantwortung ziehen.

>> “2) Promotions auf Facebook müssen folgende Elemente enthalten:
a. Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem Teilnehmer.
b. Anerkennung, dass die Promotion in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird bzw. in keiner Verbindung zu Facebook steht.
c. Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen [dem/den Empfänger(n) der Informationen] und nicht Facebook bereitstellt.”
Zusätzlich zur Pflicht eine Promotion nur innerhalb eines App-Containers zu organisieren verlangt Facebook eine Freistellung von Facebook. Ein Absatz in den Teilnahmebedingungen sollte dafür reichen. Und Teilnahmebedingungen (welche der User akzeptieren muss) sind ohnehin bei jedem Gewinnspiel Pflicht.

>> “3) Du darfst keine Facebook-Funktionen als Registrierungs-/Einstiegsmechanismen für die Promotion verwenden. Beispielsweise darf das Anklicken von „Gefällt mir“ auf einer Seite bzw. der Besuch eines Ortes nicht zur automatischen Registrierung bzw. Teilnahme eines Teilnehmers an einer Promotion führen.
>> “4) Du darfst die Registrierung für bzw. die Teilnahme an eine/r Promotion nicht für Nutzer bedingen, die durch die Nutzung von Facebook-Funktionen eine Handlung durchführen – außer durch die „Gefällt mir“-Angabe auf einer Seite, das Besuchen eines Ortes auf Facebook oder das Verbinden mit deiner Anwendung. Beispielsweise darfst du für die Registrierung bzw. Teilnahme nicht zur Bedingung machen, dass dem Nutzer ein Pinnwandeintrag gefällt bzw. der Nutzer ein Foto kommentiert oder ein Foto an einer Pinnwand postet.”
Diese beiden Punkte alleine schliessen einen grossen Teil der kursierenden Gewinnspiele aus. Ein seriöses Gewinnspiel wird nie als zwingende Bedingung für die Teilnahme das Teilen eines Beitrages oder Fotos verlangen. Lediglich ein sogenanntes “Fan-Gate” ist erlaubt, sodass nur Fans der Seite an der Promotion teilnehmen können. Liken oder Teilen darf niemals zu einer automatischen Teilnahmen führen, alleine schon weil der User in diesem Fall nie ausdrücklich die Teilnahmebedingungen akzeptieren kann.

>> “5) Du darfst keine Facebook-Funktionen – wie z. B. die „Gefällt mir“-Schaltfläche – zur Abstimmung über eine Promotion verwenden.”
Ein Voting mit dem Like-Button ist also nicht erlaubt, generell ist das “Sammeln von Likes” verboten. Selbst wenn also zum Beispiel User-Fotos innerhalb einer Facebook-App zu einem Voting herangezogen werden muss die Abstimmung separat programmiert werden und darf nicht einfach über einen Like-Button veranstaltet werden. Der Grundgedanke dahinter ist wohl dass ein Gewinnspiel sonst bei jedem Klick auf den Like-Button automatisch im Stream des Users Werbung macht, ohne die Kontrolle des Users darüber. Ausserdem bleiben die Likes im User-Profil gespeichert, auch nachdem das Gewinnspiel beendet ist.

>> “6) Du darfst die Gewinner nicht über Facebook benachrichtigen, wie z. B. über Facebook-Nachrichten, -Chat oder -Beiträge in Profilen bzw. auf Facebook-Seiten.”
Die gängige und Richtlinien-konforme Methode bei Gewinnspielen ist ein Teilnahmeformular (inkl. einer Checkbox für das Akzeptieren der Teilnahmebedingungn) in welchem der User seine E-Mail angeben kann. Diese kann natürlich mit einer Autorisierung über das API abgefragt werden, in jedem Fall muss der User die ausgelesenen Daten aber vor dem Absenden noch ändern können. Eine Abfrage der Daten über das API sollte also nichts weiter als eine Hilfestellung für den User sein.

>> “7) Werbeanzeigen dürfen eine Befürwortung durch Facebook bzw. irgendeine Form der Partnerschaft zu Facebook nicht implizieren…”
Dieser Punkte sollte eigentlich mit der oben genannten Freistellung von Facebook klar sein. Ausserdem sei hier noch einmal auf die Brand Permissions verwiesen: https://www.facebook.com/brandpermissions/

Werberichtlinien

https://www.facebook.com/ad_guidelines.php
(23. August 2011)

Hier werden Werbeanzeigen und kommerzielle Inhalte auf einer Facebook Seite geregelt. Auf diese will ich hier nicht näher eingehen, wichtig ist vor allem dass sie keine Nutzerdaten enthalten, keine Medien (Audio, Video, Flash) automatisch abspielen und “keine falschen, irreführenden, betrügerischen oder täuschenden Behauptungen enthalten”. Der Rest deckt sich im Prinzip mit dem restlichen Regelwerk, d.h. alle coolen Dinge (Alkohol, Sex usw.) sind nicht erlaubt.

Fazit

Die zahlreichen Gewinnspiele bei welchen man “den Beitrag teilen muss um ein iPhone/iPad gewinnen zu können” sind billige (und unerlaubte) Tricks um Fans für seine Seite zu gewinnen, meistens steckt kein realer Gewinn dahinter. Ein seriöses Gewinnspiel erlaubt das Teilen, verpflichtet einen jedoch nicht dazu um teilnehmen zu dürfen. Ein seriöses Gewinnspiel verlost ausserdem zielgruppen-orientierte Gewinne die durchaus originell sein dürfen.
In jedem Fall sollte man sich überlegen ob man eine möglichst hohe Fan-Zahl erreichen will oder ob man nicht lieber “echte” Fans hat welche die Seite aus freien Stücken Liken.

Links

https://www.facebook.com/principles.php
https://developers.facebook.com/policy/Deutsch/
https://developers.facebook.com/docs/guides/policy/examples_and_explanations/Deutsch/
https://www.facebook.com/brandpermissions/
https://www.facebook.com/credits/
https://developers.facebook.com/adproviders/
https://www.facebook.com/legal/terms
https://www.facebook.com/page_guidelines.php
https://www.facebook.com/promotions_guidelines.php
https://www.facebook.com/ad_guidelines.php

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