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Jingle Bells, Jingle Bells, … hören Sie schon die Weihnachtsglocken?

Ihnen ist es sicher auch schon aufgefallen: in den Supermärkten stapeln sich wieder Lebkuchen, Nikoläuse und Christbaumschmuck. Spätestens in zwei Wochen, wenn die ersten Adventmärkte aufsperren werden uns George Michael, John Lennon und Konsorten mit ihren Klassikern beglücken. Weihnachten steht vor der Tür.

Selbst wenn Handel und Medien jedes Jahr einen Frühstart hinlegen und damit nicht jedem einen Gefallen tun (Hand auf’s Herz: sind Sie jetzt schon in Stimmung?) – wenn Sie Ihre Kunden zur „richtigen“ Weihnachtszeit abholen wollen ist es bereits höchste Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Weihnachten kommt relativ regelmäßig

Aber wann ist denn der richtige Zeitpunkt? Nun, Weihnachten selbst fällt einmal ziemlich vorhersehbar auf den 24. Dezember. Und wenig überraschend wird davor eine Menge eingekauft. Für Betreiber von Online-Shops und E-Commerce-Websites ist die Vorweihnachtszeit DER Umsatzbringer im Jahr. Nur in wenigen Branchen (z.B. Kinderwägen) spielt Weihnachten eine untergeordnete Rolle.

Dennoch wünschen sich sowohl die Online-Händler als auch deren Agenturen den Weihnachtsfrieden zwischen den Feiertagen jedes Jahr noch ein bisschen früher herbei. Je früher mit der Vorbereitung begonnen wird, desto besser. In Branchen wie Spielwaren oder Mode beginnen die Konsumenten bereits ab September mit der Recherche für die Geschenke unter dem Christbaum, wie uns ein Blick in Google Trends verrät:

Wann suchen die Google-User nach Weihnachtsgeschenken?Außerdem auffällig: das Volumen der Suchanfragen steigt genauso wie die E-Commerce-Umsätze weiterhin jedes Jahr an. Das Einkaufen im Web wird immer komfortabler und selbstverständlicher. Wer gut vorplant, kann mit durchdachten Aktionen im Weihnachtsgeschäft mitmischen und am Erfolg des Online-Handels teilhaben.

Natürlich stehen Weihnachts-Specials nicht nur dem Webshop-Bereich offen: auch Marketing- oder Service-Angebote können die nun vermehrt surfenden BenutzerInnen abholen und den Anlass nutzen, um mit ihren KundInnen in Kontakt zu treten und Aufmerksamkeit zu generieren.

Adventskalender als Beispiel für gelungene Weihnachtskampagnen

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, das Weihnachts-Motiv in Kampagnen zu verarbeiten. Eine die sich besonders anbietet ist der Adventskalender. Richtig inszeniert eignet sich dieser sowohl für Webshops als auch für Websites, Blogs oder Social-Media-Kanäle:

  • Durch die längere Laufzeit kann eine Geschichte aufgebaut, eine Bindung hergestellt werden (Story-Telling).
  • Das Format bietet sich für Cross-Channel-Promotion an, z.B. indem man Aufgaben über verschiedene Kanäle verteilt. Bringen Sie Webshop-Produkte, Blogposts, Instagram-Likes, … ein.
  • Auch Offline-Kanäle (z.B. durch Codes in Flugblättern) können eingebunden werden.
  • Aufgaben mit Belohnungen („Badges“, „Achievements“) regen den spielerischen Ehrgeiz der BesucherInnen an und laden zum wiederholten Besuch der Site, des Kanals oder des Shops ein.
  • Funktionen wie Facebooks App Notifications helfen dabei, die Aufmerksamkeit der Menschen über eine Erinnungsfunktion zu gewinnen sie wiederholt ins Spiel zurück zu holen. Ein Beispiel dafür finden Sie in unserer Case-Study zur Hofer Sommerloch Facebook-Aktion.

Wichtig ist:

  • Machen Sie einen wirklich guten Adventkalender. In der Weihnachtszeit herrscht starke Konkurrenz.
  • Zeigen Sie Liebe zum Detail.
  • Seien Sie für Ihre Zielgruppe relevant. Weihnachten ist stressig genug. Da möchte man nicht genervt werden.
  • Zum relevant sein gehört auch: Loben Sie ansprechende Preise aus, um sich von der Masse abzuheben.

Anbei ein paar Beispiele aus unserem Portfolio, die Sie vielleicht inspirieren können.

easyJet


Bei diesem Adventkalender von easyJet wurde neben einem weihnachtlichen Hintergrund besonders darauf geachtet, die CI-Farben des Unternehmens unterzubringen. Des Weiteren wurden die Kalendertürchen passend zur Branche als Reisekoffer dargestellt, um Abwechslung zu den sonstigen festlichen Formen wie Glöckchen oder Tannenbäumen zu bieten.

Hofer


Der Adventkalender von Hofer Österreich hatte im Jahr 2013 den Look eines Insekten-Hotels. Die Design-Wahl ist auf die Biene „Hobee“ (das Maskottchen des Unternehmens) zurückzuführen. Mit vielen verspielten Details wurde aus einem normalen Holzhäuschen ein schönes Bienenhotel gezaubert, hinter dessen Türen sich Quizfragen, Code-Abfragen und Mini-Games versteckten.

Mit Hilfe von Gewinnstufen sollte das Engagement der User aufrechterhalten werden. So konnte man ab einer bestimmten Anzahl von gelösten Aufgaben jeweils an Verlosungen immer besserer Preise teilnehmen. Natürlich wurde Hobee ins Design miteinbezogen. Ob als Christkind oder Nikolaus verkleidet: die Biene war auf jedem Screen präsent.

Samsung


Im Winter 2011 nahm sich Samsung Österreich eines wohl bekannten vorweihnachtlichen Problems an: der Suche nach passenden Geschenken. Um ihre Liebsten mit wunderbaren Produkten unter dem Weihnachtsbaum zu beglücken ließen sich die UserInnen von einem Geschenke-Finder Vorschläge machen. Der durchforstete das Sortiment anhand von Filtern, welche die BesucherInnen aktivieren konnten. Hatte man das ideale Weihnachtsgeschenk für seine Liebsten gefunden, trug man seinen Wunsch mit einer lustigen Nachricht auf den Wunschzettel ein. Das erfreute sich bei den UserInnen großer Beliebtheit, da mit geringem Aufwand charmante und witzige Nachrichten entstanden. Und oben drauf nahm man so auch noch an einer Verlosung teil.

Der Adventkalender aus dem Jahr 2012 stellte die User vor eine knifflige Wahl: sollte ein Päckchen pro Tag geöffnet werden, um dessen Inhalt zu sehen und die Mitspiel-Entscheidung zu erleichtern? Oder sollte das Päckchen geschlossen und somit der Überraschungseffekt erhalten bleiben, um sich Gewinnchancen für bessere Preise zu sichern? Vor allem der Share-Screen des Adventkalenders kam besonders gut an. Oftmals waren die unterhaltsamen Meldungen Diskussionsthema auf diversen Social-Media-Plattformen.

Auch im letzten Jahr gestalteten wir wieder einen Adventkalender für Samsung Österreich. Diesmal wurde ein Design gewählt, das vor allem die Produkte des Unternehmens in den Vordergrund rückte. So waren umgeben von winterlicher Landschaft auf einem Tablet die Tage des Kalenders als Geschenkspäckchen ersichtlich. Pro Tag konnte – nach erfolgreichem Lösen eines Rätsels – an der Verlosung verschiedenster Produkte teilgenommen werden.

Ready für Weihnachten? Check!

Für eine gut durchdachte Kampagne sind jede Menge Dinge zu beachten. Wir haben fleißig Listen geschrieben, um Ihnen bei der Erstellung Ihres Plans zu helfen.

Ziele, Budget und Marketing-Kanäle festlegen

Zuerst müssen die Grundparameter abgesteckt werden:

  • Was sind die Ziele der Weihnachtsaktion?
    Sollen Verkaufszahlen erhöht werden? Möchten Sie neue Kontakte generieren? Ihr Image verbessern?
  • Wie messen Sie Ihre Ziele?
    • An welchen Kennzahlen / KPIs erkennen Sie den Erfolg Ihrer Kampagne?
    • Wie kann der Wirkungsgrad von Maßnahmen gemessen und beurteilt werden?

    Hier kann Ihnen Ihr Dienstleister helfen. Ein Beispiel, wie das im Social-Media-Bereich geschieht finden Sie in unserer zweiteiligen Artikelserie Social Media Analyse & Monitoring und Social Media Kennzahlen & KPIs.

  • Wie groß ist Ihr Budget?
    Wenn Sie Ihre Ziele kennen können Sie definieren, welche Mittel Sie dafür bereitstellen möchten.
  • Welche Marketing- und Online-Marketing-Kanäle werden Sie bespielen?
    Abhängig vom Budget und der Zielsetzung legen Sie fest, in welchen Kanälen Sie tätig werden. Versuchen Sie alle Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Online-Werbung kann den Effekt von Offline-Maßnahmen wie Flyer, TV oder Radiospots massiv verstärken.

Aktivitäten planen

Nun kennt man den Rahmen den man zur Verfügung hat und kann die einzelnen Maßnahmen festlegen.

  • Welche Aktivitäten planen Sie?
    Überlegen Sie konkrete Schritte. Mit welchen Aktivitäten können Sie Ihre Ziele in den gewünschten Kanälen innerhalb des vorgegebenen Budgets erreichen? Welche davon finden online und/oder offline statt, wie werden sie miteinander verknüpft?
    Hier ein paar Denkanregungen:
  • Verschicken Sie Weihnachts-Newsletter?
    Wie häufig? Was sind die Inhalte? Wie gut können Sie die Newsletter personalisieren um die KundInnen mit Informationen zu versorgen, die sie wirklich interessieren? (Hier rentiert es sich, wenn man das Jahr über seine Hausaufgaben gemacht und entsprechende Analysemöglichkeiten vorgesehen hat.)
  • Schalten Sie Suchmaschinenmarketing-Kampagnen?
    Analysieren Sie, mit welchen Begriffen Sie BesucherInnen auf Ihre Site locken.
  • Möchten Sie eine Weihnachtsaktion in Facebook, auf Twitter / Instagram oder anderen sozialen Netzwerken starten?
    Überlegen Sie, wie Sie UserInnen zur Interaktion anregen, welche Inhalte sie interessieren könnten.
  • Möchten Sie Ihrer Website einen weihnachtlichen Anstrich verpassen?
    Sie könnten Ihre Website an das Festtags-Sujet anpassen. Oft reicht es, ein paar kleine Details anzupassen, um große Wirkung zu erzielen.
  • Gibt es Änderungen, die Sie noch an Ihrer Website vornehmen wollten?
    Zum Beispiel Optimierungen für mobile Geräte, die in der Weihnachtszeit stärker genutzt werden (siehe auch: Millennials beim Shoppen: So wird Generation Y diese Weihnachten einkaufen)? Ein komplettes Redesign für eine Reponsive-Webdesign-Website kann nicht in einem Schnellschuss umgesetzt werden, aber vielleicht lassen sich noch ein paar wichtige Handgriffe setzen.

Vorbereitung in Webshops

Gerade in Online-Shops kann man zu Weihnachten jede Menge tun. Daher finden Sie hier eine gesonderte Liste, was in Webshops zum Thema werden kann:

  • Möchten Sie besondere Produkte speziell bewerben?
    Identifizieren Sie Geschenkartikel.
  • Habe Sie die Produktinformationen auf Vordermann gebracht?
    Haben die Bilder eine ansprechende Qualität und zeigen sie das richtige, sind die Produktbeschreibungen informativ und sind die Daten für Suchmaschinen korrekt aufbereitet?
    Beachten Sie: auch wenn das Sortiment häufig zu groß ist um alles zu warten kann viel verbessert werden. Priorisieren Sie. Beginnen Sie bei den wichtigsten Produkten. Stellen Sie fest, welche Dinge schnell verbessert werden können. Die Content-Optimierung ist einer der wichtigen Stellschrauben, mit denen Sie sich vom Mitbewerb absetzen können.
  • Möchten Sie dafür eigene Landingpages oder eigene Weihnachtskategorien im Shop einführen?
    Klassiker wären Rubriken wie „für die Freundin / für den Freund“, für unterschiedliche Geldbörsen usw. Unter dem oben angeführten Google-Trends-Link können Sie sehen, dass das die meistgesuchten Begriffe sind. Auch Bekannte, Geschäftspartner oder Ehefrauen/-männer wollen beschenkt werden. ;-)
    Außerdem helfen Filter-Möglichkeiten der Shopsoftware wie z.B. in Magento den KundInnen bei der Auswahl.
  • Sehen Sie spezielle Weihnachtsangebote, z.B. Rabatte oder Gutscheine vor?
  • Können Sie Geschenkverpackungen anbieten?
  • Wollen Sie Kataloge oder kleine Geschenke beipacken?
  • Gibt es die Möglichkeit, einen Expressversand für Spätentschlossene einzubinden?
  • Wann ist der letzte Zeitpunkt, zu dem Kunden bestellen können um die Ware rechtzeitig geliefert zu bekommen?
    Informieren Sie die Kunden, um Frust durch zu spät erhaltene Geschenke zu vermeiden.
    Bieten Sie wenn möglich Selbstabholung für jene ab, wenn die Lieferdienste nicht mehr rechtzeitig zustellen könnten.
  • Überprüfen Sie bzw. lassen Sie überprüfen, ob Ihr Shop, der Kundendienst und die Logistik auf den Weihnachtsansturm vorbereitet sind.
  • Erstellen Sie Notfallpläne damit Sie gewappnet sind, falls es zu Ausfällen kommt.

Zeitplan aufsetzen

Puh – jetzt haben Sie vielleicht eine ganz schön lange Liste zusammen gestellt. Finden wir dafür Platz im Kalender:

  • Definieren Sie wichtige Termine. Abgesehen vom 24. Dezember selbst können das je nach Zielsetzung und Aktivitäten sein:
    • der letzte Tag, an dem Ware rechtzeitig für Weihnachten ausgesendet werden kann
    • der letzte Tag, bevor Ihr Büro über Weihnachten zusperrt
    • Einkaufs-Samstage
    • Advent-Sonntage
    • Nikolaus / Krampus
    • der Beginn der Adventszeit
    • die verkaufsstarken Tage nach Weihnachten, wenn die Menschen Gutscheine, Geld oder umzutauschende Geschenke bekommen haben.
  • Rechnen Sie von dort zurück, was bis wann vorbereitet sein muss und wer dafür Zeit hat.
    Beachten Sie:

    • Feiertage
    • Firmeninterne Verfügbarkeiten (Auslastung, Urlaub, Krankenstände, betriebliche Weihnachtsferien).
    • Verfügbarkeiten bei Ihren Dienstleistern (Auslastung, Urlaub, Krankenstände, betriebliche Weihnachtsferien).
      Ein rein theoretisches Szenario: je später ein Kunde mit Wünschen eine Webagentur herantritt und je mehr Kunden das tun, umso weniger kann garantiert werden, dass alles rechtzeitig umgesetzt werden kann.
  • Konkret kann festgelegt werden:
    • Ab wann besuchen Menschen meine Website / meinen Webshop am häufigsten und bis wann müssen daher die Inhalte angepasst sein?
    • Wann sollen Inhalte ein- oder ausgeblendet werden?
      Auch das sollte rechtzeitig den Dienstleistern bekannt gegeben werden, den in vielen Fällen wird man diese Anzeigen programmieren.
    • Bis wann müssen Features fertig programmiert und abgenommen sein?
      Beachten Sie Vorlaufzeiten für Konzeption und Design.
    • Wann sollen Newsletter versendet werden?
      Beachten Sie auch hier, dass es gute und schlechte Zeitpunkte für den Versand gibt, die sich auf die Öffnungsrate und den Erfolg des Newsletter auswirken. Ihr Dienstleister kann Ihr dabei helfen.
    • Wann sollen Suchmaschinenmarketing-Kampagnen werden gefahren? Wann soll der Umfang ausgedehnt oder verringert werden?

Geschafft!

Haben Sie den perfekten Plan für November und Dezember vor sich? Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Energie für die Umsetzung!

Wenn wir Ihnen beim einen oder anderen Schritt behilflich sein dürfen, freuen wir uns darüber. Rufen oder schreiben Sie einfach Ihre Kontaktperson bei LimeSoda an.

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