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Was haben Goldfische mit Facebook Videos zu tun?

Spätestens seit dem Facebook Angriff auf YouTube sind Videos wieder in aller Munde und werden, speziell auf Facebook, als Allheilmittel gegen den Reichweiten-Einbruch angesehen.

Allerdings ist nicht jedes Video für Social Media Plattformen geeignet und auch nicht jedes Video wird ein viraler Hit und legt den YouTube Algorithmus lahm.

Was sollte man beachten?

Challenge 1:

Die Aufmerksamkeitsspanne oder „Hallo Goldfisch“

Wir schreiben das Jahr 2015: Lt. einer Studie des National Center for Biotechnology ist die durchschnittliche Aufmerksamkeitspanne eines Menschen auf 8 Sekunden gesunken.

Das ist 1 Sekunde weniger als bei einem Goldfisch!

Das zeigt auch eine ähnliche Grafik, allerdings schon aus 2010, von Techcrunch. Die Aufmerksamkeitspanne bei YouTube Videos und wann User Videos abbrechen.

Aufmerksamkeitsspanne auf YouTube

Dh. wir haben sehr, sehr wenig Zeit einen User zu erreichen und zu fesseln.

Speziell jüngere Zielgruppen machen auch sehr viele Dinge gleichzeitig (Essen, Trinken, Surfen, Texten, Reden, Musik hören etc.).

schild

Challenge 2:

Geschwindigkeit

User scrollen sehr schnell durch die Seiten/Apps. Das ist circa so, als würde man mit 100 km/H an einem Werbeschild vorbeifahren, bei viel Verkehr und die Kinder streiten sich auf der Rückbank.

Wir brauchen also einen Knaller am Anfang. Reinfliegende Logos oder künstlerisch wertvolle „Karl-May-Landschaftsschwenks“ sind eher kontraproduktiv.

Challenge 3:

Der gute Ton

Viele Plattformen spielen Videos zwar mit Autoplay ab, allerdings den Ton erst oft mit Klick. Dh. Videos müssen auch ohne Ton funktionieren, oder so interessant sein, dass man drauf klickt.

Challenge 4:

Die Masse an Information

Auf YouTube werden z.B. pro Minute 100 Stunden Videomaterial  hochgeladen, auf den anderen Plattformen ist das ähnlich. Man kämpft also gegen eine unglaubliche Menge an Konkurrenz.

Egal wie cool man sein eigenes Video findet: Es wartet leider niemand drauf und Erfolg passiert nicht von alleine.

Das zeigt auch diese, ebenfalls etwas ältere Grafik. 50% aller Videos haben unter 500 Views auf YouTube. Dürfte mittlerweile sicher mehr sein.

YouTube Views

Fazit:

Videos sollten also (Ausnahmen bestätigen die Regel)

  • eher kurz & knackig sein
  • „den Mord am Anfang“ zeigen
  • ohne Ton funktionieren
  • das Auge auf das Video lenken
  • den User dazu bringen das Video anzusehen und
  • idealerweise Interaktion fördern.

Videos auf den einzelnen Plattformen

Facebook

  • Autoplay:
    • Facebook Videos spielen idR. automatisch ab (Mobil + Desktop).
    • Achtung: Als Seitenadmin werden die eigenen Videos idR. nicht automatisch abgespielt.
    • Ton hört man nur bei Klick auf Videos.
    • User können aber das Autoplay individuell deaktivieren.
  • Views:
    • Autoplay Views werden gezählt.
  • Ads:
    • Es gibt eigene Videos Ads auf Facebook.
  • Länge:
    • Max. Dauer ist derzeit 20 Minuten.

YouTube

  • Autoplay:
    • Möglich, aber bei Autoplay Videos werden idR. keine Views gezählt.
  • Views:
    • Werden gezählt, allerdings mit verschieden Ausnahmen (Autoplay, etc.)
  • Ads
    • Seit längerem gibt es endlich „YouTube Österreich“ und somit fast alle Werbemöglichkeiten, die YouTube und Google bieten.
  • Länge:
    • Länge von Videos ist bei verifizierten Channels kein Thema mehr.

Wichtig: Man kann also YouTube Views nicht 1zu1 mit Facebook Views vergleichen. Bei YouTube zählen keine Autoplay Views, bei Facebook schon.

Instagram

  • Autoplay
    • Videos werden automatisch abgespielt.
    • Ton erst bei Klick.
  • Views
    • Werden nicht öffentlich gezählt.
  • Ads:
    • Keine Ads derzeit.
    • Promotion kurzfristig (abgesehen von guten Inhalten und Fanaufbau) über starke, wechselnde Hashtags möglich.
  • Länge:
    • Max. 16 Sekunden.

Vine

  • Autoplay und Loop.
  • Views (Loops) werden gezählt.
  • Länge: Max. 6 Sekunden.

Allgemeine Tipps:

  • Bei der Produktion/Schnitt sollte man auf gleich auf div. Plattform spezifische Anforderungen achten.
    • So können Videos schnell portiert werden (z.B. Instagram Videos sind quadratisch und max. 16 Sekunden lang).
  • Auf Facebook eignen sich z.B. Darkposts um A/B Tests für Videos zu machen, wenn man unterschiedliche Varianten austesten will.
  • In den YouTube Statistiken kann man die Aufmerksamkeitsspanne der eigene Videos ansehen und so für zukünftige Videos lernen.

 

Ein paar Beispiele aus dem Hause LimeSoda

Samsung Vine und Instagram Videos

Hofer

Hofer Star Wars Day:

Aprilscherz bei Hofer (Hoverboard aus Zurück in die Zukunft)

Toyota AYGO Insgram und YouTube Videos

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