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User Experience leicht erklärt

Was genau ist User Experience (UX)?

User Experience ist kein typischer Begriff der nur für Software abgegolten werden kann. Nein ganz und gar nicht sogar! Um den Prozess von User Experience auch besser für die Softwarewelt zu verstehen gebrauchen wir ein Beipiel aus der realen Welt zur Veranschaulichung:

User Experience leicht erklärt

Erst seit 2011 ist gibt es das Unternehmen „Eis Greissler“ mit Standorten in Wien. Das Konzept dieses Shops grenzt aus UX-Sicht an Genialität, ob gewollt oder Zufall sei dahingestellt. Welches Rezept man anhand des Eis Greisslers benötigt um erfolgreich Eis an die Frau oder den Mann zu verkaufen:

  1. Eine hochfrequentierte Einkaufsstraße → womöglich mit einer hohen Anzahl von Touristen
  2. Eine Verkaufsfläche die so groß ist, dass möglichst wenig Menschen hineinpassen und viele Kunden auf der Straße ersichtlich sind
  3. Ein gutes „biologisches“ Eis

Betrachtet man nun die folgende Abbildung, wird klar worum es bei UX bzw. zu Deutsch dem Benutzererlebnis eigentlich geht. Eine menschliche Warteschlange nimmt mehrere Minuten in Kauf um ein Produkt zu erwerben, welches im Endeffekt wenige Euro kostet! Hinzu kommt, dass nicht unweit des Eis Greisslers einige weitere Eisverkäufer, bei welchen weitaus weniger Wartezeit in Kauf genommen werden müsste, erreichbar wären.

UX leicht erklärt

Photo: © Viennareview – http://www.viennareview.net

Vor der Nutzung

Anhand dieses Beispiels können wir nun einen ungefähren Einblick von User Experience gewährleisten. Ein Teil der User Experience betrifft nach ISO 9241-210 den antizipierten Nutzen oder in anderen Worten den erwarteten Nutzen. Spaziert nun ein Tourist oder Passant beim Eis Greissler vorbei und sieht eine Menschenschlange, schließt dieser höchstwahrscheinlich die Annahme, dass es bei diesem Eisverkäufer ein relativ gutes Eis geben könnte und nimmt womöglich einen Platz am Ende der Schlange ein um seine Annahme gerecht zu werden.

Während der Nutzung → Usability

Sobald der oder die Eis-Intressiert(e) in die Menschenschlange eintritt, beginnt der Prozess der Usability. Dieser setzt sich aus den Faktoren der Effektivität, der Effizienz und der Zufriedenstellung zusammen. Hat der Wartende die lange Wartezeit hinter sich gebracht und die nette Bedingung ist seinem geforderten Bedürfnis nachgekommen und hat diesem ein Eis entgeltlich ausgehändigt, kommt man in den Genuss des Eises.

User Experience einfach erklärt

  • Die Effektivität beschreibt dabei, ob der Passant sein Ziel erreicht hat. Das Ziel kann zum einen das Eis in den Händen zu halten sein oder dieses auch zu verzehren. Verlässt der Passant die Wartschlange auf Grund der langen Wartezeit doch wieder kann dies allerdings auch zu einem negativen Benutzererlebnis führen.
  • Die Effizienz beschreibt den Aufwand, welcher notwendig ist um das Ziel zu erreichen. Zum Beispiel muss ein Wartender in der Schlange solange warten, bis dieser ein Eis in den Händen hält und dieses Verzehren kann.
  • Die Zufriedenstellung spiegelt dann die Qualität des Eises wider. Bei einer positiven Zufriedenstellung muss die Erwartung an das Produkt erfüllt oder im besten Fall sogar übertroffen werden.

Nach der Nutzung

Der dritte Teil des Benutzererlebnisses betrifft das reflektieren über den ganzen UX-Prozess.

  • Hat sich der Aufwand des Anstellens in der Menschenschlange gelohnt?
  • Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis?
  • Lohnt es sich den Prozess gegebenenfalls zu wiederholen?

Eine positive UX führt in den meisten Fällen zu einer positiven Mundpropaganda und dadurch zu einer kostenlosen Werbung, negative UX hingegen bringt das Gegenteil hervor.

ZUSAMMENFASSUNG

Durch die Veranschaulichung dieses Beispiels wird klar, dass Usability zwar ein gutes Mittel zum Zweck aber nicht der ausschlaggebende Teil für einen Erfolg eines Produktes darstellt. So sieht man am Beispiel des Eis Greisslers, dass das Usability-Kriterium Effizienz bzw. die langen Warteschlangen nicht unbedingt ein Faktor für eine positive UX darstellt. Menschen nehmen Wartezeiten gerne in Kauf, wenn im Endeffekt die Zufriedenheit und das Benutzererlebnis positiv ausfallen. Bei Webanwendungen hingegen zählt die Effizienz wiederum zu einem Faktor der keinesfalls vernachlässigt werden darf. Deswegen entwickeln wir bei LimeSoda nicht stur nach Normvorschlägen, Guidelines oder dergleichen, sondern hinterfragen Dinge und schaffen so das für unsere Kunden und deren Benutzer optimale Benutzererlebnis.

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Markus Reitmair

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